Praxis für
Adoleszentenpsychiatrie
und -psychotherapie

Psychotherapie mit Kinder und Jugendlichen

Die psychotherapeutische Begleitung von Jugendlichen unterscheidet sich in einigen Punkten von derjenigen von erwachsenen Klienten.

Jugendliche beanspruchen für sich - was normal und gesund ist - eine Privatsphäre gegenüber ihren Eltern und weiteren erwachsenen Bezugspersonen. Sie entscheiden selbst, mit wem sie heikle Themen besprechen wollen und wem gegenüber sie sich anvertrauen. Dies müssen nicht (mehr) in erster Linie die Eltern sein. Oft sind es bspw. FreundInnen oder erwachsene Bezugspersonen.

Andererseits sind Jugendliche (noch) nicht in der Lage, in allen Fragen in voller Verantwortung für sich zu entscheiden. Sie sind weiter auf eine altersentsprechende und einfühlsame Unterstützung durch Eltern und weitere Bezugspersonen angewiesen.

Die psychotherapeutische Begleitung von Jugendlichen muss auf dieses Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Selbstverantwortung Rücksicht nehmen und umsichtig den hilfesuchenden Jugendlichen und seine Eltern und Bezugspersonen einbeziehen. So ist mein Therapieansatz sog. „systemisch“, d.h. ich beziehe das Umfeld des Jugendlichen aktiv in die Betreuung ein und sehe meine Position als „Anwalt“ des Jugendlichen und Vermittler zwischen Jugendlichem sowie Eltern und Bezugspersonen. Wesentlich ist, dass alle Gespräche, welche der Jugendliche mit mir führt, unter das Arztgeheimnis fallen und ich ausschliesslich mit der Zustimmung des Jugendlichen Eltern oder Dritten gegenüber Auskunft geben kann. Die einzige Ausnahme von dieser Regel sind Sachverhalte, welche die unmittelbare Sicherheit des Jugendlichen oder Dritter erheblich beeinträchtigen. Glücklicherweise sind solche Situationen sehr selten.

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